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Zweieinhalb Minuten, die die Welt verändern. Zweieinhalb Minuten, die Herz und Sinne berühren. Zweieinhalb Minuten, die ein Lächeln ins Gesicht zaubern.


Hinter diesen magischen 150 Sekunden verbergen sich die Kurzgeschichten von Gerda Brinkmann, dem neuen Shooting-Star am Himmel deutscher Nachwuchskünstlerinnen. Von 0 auf 100 hat sie mit ihrem Buch und Erstlingswerk 'Eigenartig' einen beeindruckenden Start hingelegt. Kaum auf dem Markt, kann sich die Künstlerin bereits über Einladungen innerhalb Deutschlands und der Schweiz freuen, um sich und ihre Kunst vorzustellen.

"Ich bin überrascht von dieser positiven Resonanz", freut sich die blonde und attraktive Ostfriesin, die in ihrer neuen Wahlheimat Königstein im Taunus lebt. Überrascht ist sie vor allem, weil sie erst vor Kurzem ihr bisheriges Leben komplett umgekrempelt hat. Nach 25 Jahren im Marketing und einer Ehe verankert, hat sie beide Anker gelöst, um ein neues, selbstbestimmtes und authentisches Dasein zu führen. "Deutlich habe ich gespürt, dass noch ganz viel Potenzial in mir steckt. Das wollte und sollte raus", verrät die Künstlerin. Da es im Leben keine Zufälle gibt, ist es sicherlich auch der Bestimmung geschuldet, dass Gerda Brinkmann während einer Urlaubsreise erste Bekanntschaft mit Pastelkreide macht. Aus der Symbiose Kreide und Papier entwickelt sich mehr und es entsteht das erste gemalte Bild. Ein Kopf. Ein menschlicher Kopf.


"Es ist einfach so aus meinen Händen geflossen", antwortet die schlanke Künstlerin mit den auffallend langen Haaren. "Seitdem male ich mit Freude und Hingabe Charakterköpfe, denn Menschen und Gesichter finde ich spannend. Sie inspirieren mich ungemein".
Von Natur aus mit besonderer Sensibilität ausgestattet, beobachtet Gerda Brinkmann Menschen. Alte, Junge, Schrille, Leise, Laute, Ruhige, Lebhafte. Sie schaut hin und hört zu. "Jeder Mensch strahlt etwas aus. Freud oder Leid. Ich sehe diese Personen und habe zeitgleich sofort Geschichten vor Augen", so die Neu-Königsteinerin. Aber auch Gegenstände inspirieren sie. Ob es der alte Baum im Garten ist oder die Zuckerdose der Ur-Ur-Urgroßmutter. Auf ihrem neuen Lebensweg beginnt Gerda Brinkmann daher auch mit dem Schreiben.

Entstanden sind wunderbare Kurzgeschichten wie die vom kleinen Opa, der ein großes Herz hatte, vom skurrilen Plattnös, der den Kindern unheimlich war und von dem Mann, der jeden Tag eine Verabredung mit seiner verstorbenen Frau hatte. Mit viel Liebe erzählt die Autorin von dem ostfriesischen Ritual der Teetied mit dicken Kluntjes, viel Sahne sowie von humorigen Abgängen. Die Sehnsucht nach der Heimat an der Küste ist spürbar, wenn Gerda Brinkmann von der romantischen Flucht in den Strandkorb berichtet. Schön auch die Geschichte von dem Baum, dem in letzter Sekunde das Leben gerettet und er somit nicht gefällt wurde. Der letzte Satz des Buches gilt wie eine Botschaft an ihre Leserinnen und Leser: Seid neugierig! Seid offen für neue Dinge und Orte und seid immer neugierig auf Menschen.

"Ich freue mich sehr und bin dankbar und glücklich, dass meine Wohlfühlgeschichten aus 'Eigenartig' tief die Seelen meiner Leserinnen und vielfach auch männlichen Leser berühren", so die Künstlerin. "Aufgrund der unruhigen Lage auf der Welt mit Krieg und Terror ist es mir wichtig, positive Geschichten zu erzählen. Ich wünsche mir, dass jede Leserin und jeder Leser mit Leichtigkeit in meine Geschichten eintaucht und sich mit einem Lächeln auf dem Gesicht aus selbiger verabschiedet".


So wie Gerda Brinkmann interessiert alle Menschen wertschätzend in sich aufsaugt, möchte sie auch allen Menschen ihr Buch 'Eigenartig' ans Herz legen. "Ich habe es für das zehnjährige Kind bis hin zum betagten Senior geschrieben", so die Autorin. "In einer meiner Lesungen hatte ich beispielsweise eine Zuhörerin, die mir durch ihr extremes Piercing und ihre Gothic-Kleidung auffiel. Ich freue mich, dass ich auch Menschen außerhalb des Mainstreams mit meinen Geschichten anspreche. Heute bin ich übrigens mit dieser 'Gothic-Frau' gut befreundet", lächelt Brinkmann.

Um die Künstlerin kennenzulernen, die - wie mit einem imaginären Zauberstab - die Menschen zum Lächeln bringt, fährt Hipburn in den Taunus, um die faszinierende Künstlerin - die klassische Musik liebt - für ein Interview zu treffen.

Hipburn Frau Brinkmann, viele Menschen fügen sich in ihr Schicksal und harren aus. Sie machen mit Ihrem Lebensbeispiel – insbesondere den Frauen – Mut und zeigen auf, dass es auch anders geht. Was geben Sie diesen Menschen mit auf den Weg?

Gerda Brinkmann Meine Message an alle Menschen lautet: Ja, es ist möglich, sich auch in der Mitte des Lebens neu aufzustellen! Zuversichtlich und optimistisch sollte man dem eigenen Bauchgefühl trauen. Ich musste auch erst 50 Jahre alt werden, um meine Bestimmung bzw. meine Berufung zu spüren und zu finden.

Hipburn Frau Brinkmann, Sie sind Malerin, Schriftstellerin und Fotografin. Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Gerda Brinkmann Ich stehe mit den ersten Ideen morgens auf, schlafe mit ihnen ein und träume mit diesen Gedanken weiter. Mein „Ideenbuch“ trage ich immer bei mir. Alle Erlebnisse, Ereignisse und Emotionen fließen in diese Kladde ein.

Hipburn Wird es 'Eigenartig' auch als E-Book geben?

Gerda Brinkmann Ja, die Umsetzung läuft gerade.

Hipburn Warum trägt Ihr Buch den außergewöhnlichen Titel 'Eigenartig'?

Gerda Brinkmann Weil mein Vater immer liebevoll auf Plattdeutsch zu mir gesagt hat: „Gerda, du büst all immer wat up sünner west. Dit Wicht is sünnerbor“. Was 'übersetzt' bedeutet, dass ich für ihn immer etwas Besonderes, wenn auch mitunter sonderbar und eigenartig war.

Hipburn Haben Sie ein literarisches Vorbild?

Gerda Brinkmann Ich mag Isabelle Allende. Sie ist eine starke Frau.

Hipburn Erleben wir Sie demnächst auf der Buchmesse in Frankfurt oder Leipzig?

Gerda Brinkmann Oh ja, ich arbeite daran! Das zu erreichen, ist mein Ziel.

Hipburn Wer bekommt Ihre Geschichten als Erstes zu lesen?

Gerda Brinkmann Meine Fans und Blog-Leser. Alle neuen Geschichten stelle ich in meinen Blog und bin gespannt auf die Feedbacks.

Hipburn Ist eine Lesereise geplant?

Gerda Brinkmann Ich starte in meiner ostfriesischen Heimat Aurich und Großefehn und dann geht die Reise durch ganz Deutschland.

Hipburn Sie malen Köpfe und überwiegend Frauenköpfe. Warum?

Gerda Brinkmann Ich habe selbst einen eigenen und starken Kopf. Fragen Sie meine Eltern! Daher liebe ich Charakterköpfe mit markanten Nasen. Frauenköpfe male ich gerne, da ich mich von den weiblichen Attributen inspirieren und leiten lasse. Große Augen, voller Mund, lange Haare.

Hipburn Welche neuen Ideen und Projekte gibt es?

Gerda Brinkmann Momentan arbeite ich an meinem zweiten Buch, welches neben Geschichten viele Fotografien enthält. Daher bin ich gerade aktiv fototechnisch unterwegs, um Motive einzufangen. Mein erstes Buch wird von meinem Onkel ins Plattdeutsche übersetzt. Es bleibt also spannend und aufregend!

Hipburn Wie schalten Sie ab?

Gerda Brinkmann Wunderbar mit meinem Lebensgefährten. Gerne gemeinsam in der Oper. Entspannen kann ich zudem – auch wenn es kitschig klingt – mittels Vollbad und vieler Kerzen. Und natürlich lachend und plaudernd mit meinen Freundinnen.

Hipburn Was macht Ihnen besonders viel Freude?

Gerda Brinkmann Gute Gespräche auf Augenhöhe mit interessanten Menschen und meine beiden erwachsenen Kinder! Sie sind für mich das Wertvollste im Leben.

Fotos: Gerda Brinkmann

Interessierte erhalten mehr Informationen unter www.brigeart.de
www.brigeart.de/blog

Das Buch 'Eigenartig' ist im Lyrika-Verlag erschienen www.lyrikaverlag.de/gerda-brinkmann/
Beitrag von Ulrike Fieback  /  12. Juni 2016  /  Drucken  /  Fehler melden  /  Erschienen bei Hipburn / © hipburn.de
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