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Die Hoffnung stirbt zuletzt – so heißt es doch. Aber ist dem wirklich so? Kann es Hoffnung geben, wenn Kinder auf Müllkippen und Friedhöfen leben und in Gräbern nächtigen müssen? Kann es Hoffnung geben, wenn die Kinder von früh morgens bis spät abends in Müllhalden nach Verwertbarem suchen, um am Ende des Tages mit Glück eine Mahlzeit zu bekommen? Kann es Hoffnung geben, wenn ein kleines Mädchen in der Zwangsprostitution bereits zwei Abtreibungen hinter sich hat? Die Antwort: Ein klares Ja! Es sind der Glaube, die Liebe und die Hoffnung, welche die Kinder antreibt. Die Hoffnung auf ein besseres Leben. Das Streben nach Glück gibt ihnen Kraft. Zwischen all dem Durcheinander, der Armut und den dunklen Schatten, ist es diese Hoffnung und dieser unbeirrbare Glaube, der in den Augen der Kinder zu sehen und in ihren Herzen zu spüren ist. Sie machen weiter, sie kämpfen, sie geben nicht auf - und das dürfen wir auch nicht!

Zutiefst unwürdig: Müllhalden- und Friedhofskinder



Alexander von Wiedenbeck: Fotograf mit sozialem Gewissen

Es war der Gedanke etwas zurück zu geben. Bei all den zahlreichen Werbeproduktionen, den Modestrecken und den Portraits rund um den Globus im Rahmen meiner Tätigkeit als Fotograf habe ich viel erlebt und viel gesehen. Ich habe inspirierende Menschen getroffen, magische Orte bereist und intensive Momente erlebt. Die Welt hat mir viel gegeben und es war nun an der Zeit, mich zu revanchieren. Aus diesem Grunde kontaktierte ich in 2014 zehn Hilfsorganisationen und bot meine Hilfe und Unterstützung an. Ich wollte mit dem was ich kann, meiner Leidenschaft zur Fotografie, einen Beitrag für eine bessere Welt leisten und eine soziale Verantwortung innerhalb der Reportage Fotografie übernehmen. Nach zahlreichen Gesprächen, Überlegungen und beim Vergleich der knallharten Fakten, fiel meine Wahl auf die Projekte der "Aktionsgruppe Kinder in Not e.V." auf den Philippinen.

Aktionsgruppe Kinder in Not e.V.

Friedhofskinder, Müllkippenkinder, Zwangsprostitution von Kindern waren dabei Begriffe, die mich erstarren ließen. Dennoch wollte ich gerade und genau dort fototechnisch beginnen. Der erste Schritt war getan, das Projekt steht. Doch wie geht’s weiter? Wie bereite ich mich emotional vor, Kindern auf Müllhalden und Friedhöfen zu begegnen? Ich habe Berichte gelesen, Reportagen gesehen, mich informiert. Aber im Nachhinein muss ich zugeben, dass es nichts gegeben hätte, was mich tatsächlich auf diese Reise hätte vorbereiten können.


Immer wieder habe ich dieses Bild vor Augen: Ich stehe inmitten eines stinkenden Sumpfes aus Müll, Ratten, Krankenhausabfällen, abgemagerten und erkrankten Hunden und sehe vor mir - in einem Bretterverschlag von gerade mal zwei mal zwei Metern - ein kleines Mädchen. Es steht weinend vor mir, umzingelt von Fliegen. Wie sollte ich mich auf so etwas vorbereiten können? In dieser Situation spüre ich deutlich: Das ist meine Mission als Fotograf. Ich will diese gnadenlose, unmenschliche und unwürdige Härte und Realität festhalten. Der ungeschönte Moment war da. Also halte ich drauf und drücke den Auslöser.

Ich kann Euch sagen, es war eine unglaubliche Erfahrung mit extrem traurigen aber auch wunderschönen Momenten, welche mich selbst und meine Einstellung zum Leben massiv geprägt haben. Ich habe absolutes Elend und Armut erlebt. Kinder schlafen auf Friedhöfen in ausgeräumten Gräbern und leben auf Müllhalden. Trotz dieser katastrophalen kaum vorstellbaren Umstände, waren diese Kinder so herzlich und offen, so hoffnungsvoll in Hinblick auf ein besseres Leben, dass ich es sich kaum in Worte fassen kann. Die Hoffnung und der Glaube dieser Kinder ist viel größer als die Welt in der sie leben. 
 
Mein Vorhaben ist, meine Bilder und meine Geschichte mittels einer Wanderausstellung und einem entsprechenden Bildband, dem ich den Titel 'Hope' gegeben habe, mit der Welt zu teilen, um die katastrophalen Lebensumstände der Kinder zu zeigen. Der Erlös des Bildbandes kommt zu 100 Prozent Charity-Projekten auf den Philippinen  zugute.


Die 'Aktionsgruppe Kinder in Not e. V.' betreut alle Projekte selbst und arbeitet direkt mit einheimischen Partnern vor Ort zusammen. Mit dem Erlös meiner verkauften 'Hope' - Fotobände soll unter anderem der Bau von Häusern realisiert werden. Familien, die mit ihren Kindern derzeit auf Müllhalden und Friedhöfen leben, erhalten somit ein neues, adäquates und menschliches Zuhause.



Für den Herbst 2016 habe ich zudem bereits eine erneute Reise auf die Müllkippen und Friedhöfe geplant und möchte jedem Kind, welches im Bildband abgebildet ist, ein Exemplar des Bildbandes schenken. Sie sollen sehen, was wir für sie auf die Beine stellen und dass die Welt an sie denkt und sie nicht alleine sind.  

Unterstützt mein Herzensprojekt!

Darum meine große Bitte an Euch: Helft den Kids! Unterstützt mein Herzensprojekt!

Euer Alexander von Wiedenbeck

Weitere Informationen unter www.hope-exhibition.com
www.alexandervonwiedenbeck.com
Beitrag von Redaktion Hipburn  /  11. Juni 2016  /  Drucken  /  Fehler melden  /  Erschienen bei Hipburn / © hipburn.de
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