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Hat jemand das Licht angemacht? Es ist hell, viel heller als auf dem Festland. Beim Verlassen der Fähre entsteht unvermittelt der Eindruck, die Insulaner haben für die ankommenden Gäste extra die Festtagsbeleuchtung eingeschaltet. Da der erste Eindruck bekanntlich der Beste ist, ist dies ein wunderbarer Willkommensgruß auf Norderney. Na dann: Sonnenbrille raus und rein ins Abenteuer, die Königin der Nordsee zu erleben. 



Alte Insel - neues Image


Die Insel wandelt sich gerade vom Traditionsbad zum modernen und hippen Lifestyle-Paradies. Per Bus, Taxi oder per Pedes führt der Weg vom Hafen ins Zentrum. Vorbei an weiß getünchten sanierten Hotels aus dem letzten Jahrhundert, die den Glanz des alten Kaiserbades wieder aufleben lassen. Aufgehübschte, mehr als 100 Jahre alte Fischerhäuser und neue hochwertige Hotels im modernen Stil fallen angenehm auf.

Insel-Hotspots am Damenpfad

Flaggschiff der Insel ist das Design-Hotel Inselloft in traumhafter Lage direkt am Weststrand. Das aus vier historischen Villen bestehende Urlaubsdomizil liegt in unmittelbarer Nähe der Insel-Hotspots Milchbar und Marienhöhe. Nils Klimek, Geschäftsführer des denkmalgeschützten Hotels, ist stolz auf das offene Konzept des Hauses. Die klassischen, stuckverzierten Veranden laden zum Flanieren ein und sind auch für die Öffentlichkeit zugänglich.



Herzstück des Vorzeigehotels ist das 'Eßzimmer', in dem sich ein rund vier Meter langer Esstisch befindet, der das Kommunikationszentrum des mondänen Hauses darstellt. Hier treffen sich die Gäste zum Frühstück und Abendessen, um gemeinsam zu speisen, zu plaudern und um sich kennenzulernen. Auf Einzeltische wird bewusst verzichtet, da es nicht zur Philosophie des Hauses passt.

Im November den Traumpartner kennenlernen

"Das 'Wir-Gefühl' steht im Vordergrund und die Gäste kommen zwanglos ins Gespräch", berichtet Klimek. "Charmant ist diese Tischkonstellation auch für Alleinreisende, die insbesondere den Monat November für sich entdeckt haben". Wer endlich seinen Traumpartner kennenlernen möchte, hat somit auf Norderney im November die besten Chancen!

Das Inselloft, stylisch-puristisch im skandinavischen Stil eingerichtet, beherbergt 35 kleine, aber feine Zimmer, die wohltuend klar ohne viel 'Chi-Chi' in den Farben schwarz-weiß-grau ausgestattet sind. Das Penthaus gibt einen herrlichen Blick auf die Nordsee - bis hin zum Horizont - frei.



Herrlich ist in diesem Zusammenhang auch die Spitzenküche des Traumhotels. Küchenchef Felix Wessler versteht es bravourös, seinen Gästen Gaumenfeuerwerke zu entlocken.

Sundowner-Treffpunkt Milchbar


Ein Muss für jeden Norderney-Besucher ist die Milchbar - nur einen Steinwurf vom Inselloft entfernt. Der beeindruckende Panorama-Pavillon mit großer Außenterrasse ist der absolute Sundowner-Treffpunkt der Insel. Chill-out-Musik inklusive.



"Zum großen Finale zwischen Himmel und Erde wird sogar eine eigene Hymne gespielt", erklärt Inga Devermann, Tourismus-Expertin der Insel. "Ein ergreifendes emotionales Erlebnis, weil der Sonnenuntergang an der Milchbar gemeinsam zelebriert und gefeiert wird".



Ein besonderes Event zum Jahresausklang ist die Silvesterparty in der angesagten Bar. Unzählige Feuerkörbe tauchen die Außenterrasse in ein heimeliges Licht. Als Gegenpol zur kalten Jahreszeit heizt der DJ im Innern des Pavillons mit hipper Elektromusik ordentlich ein und sorgt für eine tanzaktive Partynacht.



Traditionscafé Marienhöhe


Mit erhabenem Blick über die Nordsee lässt es sich auf der Marienhöhe herrlich verweilen. Das Traditionscafé Norderneys - welches sich auf einer zwölf Meter hohen Düne befindet - hat gerade erst nach umfangreicher Renovierungsphase wiedereröffnet und erstrahlt im Stil eines Wiener Kaffeehauses. Schon von Weitem ist es gut an dem typischen Kupferdach zu erkennen. Highlight ist der selbstgebackene Kuchen und der aromatische Kaffee. Aber auch Fans der ostfriesischen 'Teetied' kommen mittels Stövchen, Kluntjes und Teesahne auf ihre Kosten.



Traumhaft lange weiße Sandstrände

Nach den zahlreichen kulinarischen Genüssen, die Norderney auf Spitzenniveau bietet, ist es eine Freude, sich sportlich-aktiv den frischen Nordseewind um die Nase wehen zu lassen. Glücksgefühl pur, den endlos langen Sandstrand laufend, reitend, wandernd oder engumschlungen-verliebt zu erobern.



Eine schöne Laufstrecke von rund 30 Minuten Dauer bietet sich beispielsweise ab Haus Waldeck /Hotel Georgshöhe bis zur Weissen Düne an. Wer mag, kann seine müden Läuferbeine bei einer Massage am Strand in Höhe der Weissen Düne reaktivieren lassen. Doch nicht nur die Beine, auch Gaumen, Sinne und Seele sind es wert, sich im Dünenrestaurant Weisse Düne verwöhnen zu lassen. Die Speisen und Weine erreichen auch hier wieder Spitzenniveau.



Falls das schlechte Gewissen plagt, bietet sich laufmäßig noch der Rückweg durch die faszinierende Dünenlandschaft mit den Norderney-typischen Thalassoplattformen an.



Thalasso: Die Heilkraft des Meeres

Thalasso. Dieser Begriff begegnet dem Gast überall auf der Insel und stellt die Kernkompetenz des ältesten deutschen Nordseebades dar: Die Heilkraft  des Meeres. Die naturgegebenen Ressourcen Wasser, Salz, Luft, Schlick und Algen stehen dem Gast in Form einer open-air-Bühne 365 Tage im Jahr rund um die Uhr zur Verfügung. 26 Quadratkilometer Norderney ergeben 26 Quadratkilometer Thalassotherapie. Und: Norderney hat Großes vor. Bis 2020 will die Insel Europas größtes Thalassozentrum werden. Das sie das schafft, ist unstreitig.



Indoor kann der gesundheitsorientierte Urlauber Thalasso im modernsten und bereits mehrfach ausgezeichneten Bad Europas erleben: Im Badehaus. Thalasso und die günstigen Klimafaktoren der Insel wirken sich positiv auf Körper und Psyche aus: Entschleunigend, entlastend, immunstärkend. Am Strand werden die heilsamen Kräfte des Meeres unmittelbar und intensiv erlebt und für eine Freiluftinhalation ist dies der beste Platz. Die zehn ausgewiesenen Thalasso-Wanderwege der Insel beziehen daher auf fünf Wegstrecken auch den Strand mit ein.

Norderney macht fit, gesund und eindeutig glücklich!

Rund 80 Kilometer Radwege laden regelrecht dazu ein, die zweitgrößte der ostfriesischen Inseln per Drahtesel zu erkunden. Mieträder und E-Bikes stehen - aufgrund der Vielzahl der Vermieter - ausreichend zur Verfügung. Ein tolles Naturerlebnis ist es, durch die Dünen Richtung Osten zu radeln. Die Aussichtsplattformen mit einem Himmelspanoramablick über die Insel sowie dem Weitblick aufs Meer sind es wert, einen Fahrrad- Stopp einzulegen. Wer gut zu Fuß ist, Einsamkeit und Stille mag, wird den weitläufigen Strandabschnitt von der Oase bis zum Schiffswrack lieben.


Das kleinste Standesamt der Welt: Das Ja-Wort im Badekarren


Das wahrscheinlich kleinste Standesamt der Welt befindet sich ebenfalls auf Norderney in Gestalt eines Badekarrens. Romantisch am Weststrand gelegen mit Blick aufs Meer können sich Heiratswillige von April bis Oktober am Strand trauen lassen. Maximal fünf Personen finden im Sommerstandesamt der Insel Platz: Das Brautpaar, die Trauzeugen und der Standesbeamte. "Rund 400 Eheschließungen gibt es jährlich auf Norderney", berichtet Inga Devermann. "Die Hälfte der Trauungen findet aufgrund der Attraktivität und Besonderheit im Badekarren am Strand statt".

Insel-Shopping macht Spaß

Emsiges Leben und Treiben bietet das Zentrum von Norderney. Von führenden Fashionlabels und sportlicher Outdoormode, über Schuhdesigner, Galerien, Ateliers, Accessoires und Meerwasserkosmetik bis hin zum Interieur und inseltypischen Souvenirs erhält der Shopping-Fan bei rund 210 inhabergeführten Einzelhändlern auf Großstadtniveau alles, was das Herz erfreut.

Semper-Oper in Miniatur

Die langen Herbst- und Winterabende bieten sich an, Norderneys 'Semper-Oper' zu erleben. Der spätklassizistische Bau erinnert tatsächlich an die berühmte Schwester in Dresden, nur eben 'en miniature'. Das denkmalgeschützte wunderschöne Gebäude beherbergt das Kurtheater und Kino mit insgesamt 350 Sitzplätzen und der neuesten 3D-Cinematechnik. Täglich finden Veranstaltungen aus dem Bereich Theater, Kabarett, Musik und Kino statt.

Norderneys Kurdirektor Wilhelm Loth im Kurtheater - Foto: Carsten Heidmann

Ein Ereignis der besonderen Art erleben 'Leseratten' beim Betreten der Bibliothek , die sich im Conversationshaus befindet. Deckenhohe Regale, schwarze schwere Ledersessel, Schiffsparkett und ein schwarzer Flügel tauchen den Raum in ein 'Wissenszentrum', in dem es Spaß macht, zwischen aktuellen Bestsellern oder klassischer Literatur die passende Urlaubslektüre zu entdecken. Rund 8.000 Bücher werden für die lesehungrigen Gäste angeboten.

Norderney im Winter

"Wir haben das ganze Jahr über Saison und im Winter ist es besonders schön. Ich liebe die Insel im Schnee", schwärmt Inga Devermann und ihre Augen leuchten. "Eine wunderbare Zeit, um ausgiebig auf der 'Feuerebene' des Badehauses zu saunieren. Richtig romantisch ist es auch, am Kamin in der Weissen Düne zu sitzen und durch die Panoramafenster auf den verschneiten Strand zu schauen".

Ganz schön was los auf der Insel

Mehr als 1200 Veranstaltungen gibt es jedes Jahr auf Norderney. Beginnend mit dem schon Tradition gewordenen Anbaden, dem Sprung in die Nordsee am Neujahrstag, entfaltet sich über das Jahr ein Programm der Superlative: Klassiksommer, Holi-Beach- und White-Sands-Festival, Windsurf-Weltcup, Sundowner-Sommernachtskonzerte, Internationales Filmfest, Zugvögeltage, Strandsportangebote, Inselpartie oder Winterzauber: Für jede Vorliebe ist etwas dabei.



Weitere Hipburn-Tipps:

Faszinierender Blick aufs Meer, dennoch budgetfreundlich übernachten: Haus Waldeck, Kaiserstraße 22
Stilvoll im alten Fischerhaus: Boutique-Hotel Aquamarin, Friedrichstraße 5
Individuelle Inselsouvenirs: Atelier Waterkant, Jann-Berghaus-Straße 70
Bestes Inseleis: Frieseneis, Bülowallee 7
Leckeren Fisch, vegane Gerichte und selbstgebackenen veganen, glutenfreien Kuchen: Fischwerk, Bäckerstraße 4
Gut essen: Café Friedrich, Friedrichstraße 18
Jede Menge Gaumenfreuden gibt´s im Schimanski, Luisenstraße 17
Ostriesentee-Zeremonie und köstlicher Sanddornkuchen: Leuchtturm-Restaurant und Café, Am Leuchtturm 2

Fotos: Hipburn/Ulrike Fieback und Carsten Heidmann

www.norderney.de
Beitrag von Ulrike Fieback  /  06. Oktober 2016  /  Drucken  /  Fehler melden  /  Erschienen bei Hipburn / © hipburn.de
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