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Handschellen, Champagnerflaschen, Boxhandschuhe, Sportlenkräder oder High-Heels. Für jede Spielart, Lust, Laune oder Leidenschaft gibt es das passende Motiv und sie erfreuen Frauen und Männer gleichermaßen: Manschettenknöpfe.



Die Welt der Manschettenknöpfe

In der schönsten Straße Berlins, der Bleibtreustraße in Charlottenburg, haben rund 300 ausgefallene Manschettenknöpfe in der Gallery Schrill ihr – vorübergehendes - Zuhause gefunden.

"Ich liebe alles, was ungewöhnlich ist", erklärt die in szenigem Schwarz gekleidete Gallery-Chefin Irene Schweitzer und ist stolz, mittlerweile die weltbeste Sammlung einzigartiger Manschettenknöpfe zu haben. Um dieses sportliche Ziel zu halten, ist die Unternehmerin oft in London unterwegs, um sich zu inspirieren und um nach hippen Accessoires und Cufflinks – also Manschettenknöpfen – Ausschau zu halten. "Die Briten sind furchtlos und dem Trend immer voraus", so die Englandbegeisterte Unternehmerin, die selbst acht Jahre in London gelebt hat.



"Manschettenknöpfe sind alles andere als ein nebensächliches Accessoire, denn sie können ein Outfit stilvoll oder humorvoll aufwerten", so die Berlinerin. "Zudem sind die außergewöhnlichen Knöpfe manchmal ein wunderbarer Small-Talk-Gesprächseinstieg". Die Cufflinks bietet Irene Schweitzer aus den unterschiedlichsten Themenbereichen an. So zum Beispiel alles rund um Genuss, Musik, Sport, Technik, Tiere, Hobby oder Berufe.



Schmuck für den Mann

"Grundsätzlich hat ein Mann nicht viele Möglichkeiten, sich zu schmücken. Oftmals besteht der einzige Schmuck nur aus einer Uhr. Das finde ich schade", bedauert die Berliner Geschäftsfrau. Manschettenknöpfe sind daher eine wunderbare Gelegenheit, dem klassischen Anzug ein modisches Statement zu verleihen. Aktuell erleben die kleinen Schmuckstücke für den Mann ein glänzendes Comeback, da perfekt sitzende Maßanzüge wieder in Mode sind. Kaum ein Anzug-Accessoire bietet eine größere Vielfalt als der Manschettenknopf. Ob klassisch, dezent oder extravagant. Cufflinks werden heutzutage nicht mehr nur bei festlichen Anlässen getragen, sondern verschönern männliche Hemden auch im Arbeitsalltag.



Auch Frauen lieben Cufflinks

Aber auch die Frauen holen auf und Manschettenknöpfe sind ein Must-have in der weiblichen Businessmode. Als modisches Accessoire runden die Knöpfe jeden Look geschmackvoll ab und machen jede Bluse zu einem individuellen und einzigartigen Kleidungsstück.



Die Charlottenburger Unternehmerin selbst hält nichts von den ständig wechselnden Modetrends. "Kleidung ist für mich individuell und hat nichts mit dem auferlegten Zwang der Industrie zu tun. Mode heißt für mich, mit Garderobe zu spielen. Ich habe daher viel Spaß an der Verwandlung".

Gallery Schrill - eine Institution in Berlin

Dass sich Irene Schweitzer keinem Dresscode unterwirft und Spaß an Kostümen und Extravagantem hat, wird sofort beim Betreten ihrer Gallery Schrill deutlich. Die 60iger, 70iger und 80iger Jahre feiern in dem kleinen, aber feinen Laden ein Auferstehen! Fliegen, Hosenträger und Hüte in Neonfarben, coole Retro-Sonnenbrillen mit bunten Gläsern, Krawatten Schals und exzentrische Kopfbedeckungen laden zum Spaß an der Verwandlung ein. Auch Audrey Hepburns legendäre XXL-Perlenketten gibt es hier!



Eröffnungskollektion von Vivienne Westwood

Irene Schweitzers Gallery Schrill ist eine Institution in Berlin, denn seit 1977 ist sie als Expertin für Extravagantes nicht mehr wegzudenken. "Ursprünglich komme ich aus der Second-Hand-Szene", erzählt sie über ihren Start als Unternehmerin. "Maria-Makkaroni" hieß mein erstes Geschäft, indem ich amerikanische Vintage-Mode angeboten habe. Vier Jahre später  eröffnete ich das Kaufhaus Schrill. Zum Opening gab es damals richtig großes Kino", berichtet die unkonventionelle Berlinerin und hat noch heute leuchtende Augen. Denn die Eröffnungskollektion stellte die "Queen of fashion" - die englische Modedesignerin Vivienne Westwood - zur Verfügung".



Transvestiten, die regelmäßig Kunden in ihrem Geschäft sind, hat sie übrigens den Namen ihres Geschäftes zu verdanken. Immer wenn sie in einer kostümierten "Farbexplosion" glitzernd und glimmernd vor den Spiegel traten, brachen sie in ein entzücktes "Schriiilll" aus.



High-Class Prominenz

Viele Prominente entdeckten das Kaufhaus Schrill. "Ich kann gar nicht mehr alle aufzählen nach so vielen Jahren", erinnert sich die brünette Geschäftsfrau schmunzelnd. "Aber Loriot, Rainer Werner Fassbinder, Nina Hagen, Evelyn Künnecke, Wolfgang Joop, Sylvester Stallone, Al Bano und Romina Power, Marianne Rosenberg, Rosenstolz, Frank Elsner, H.A. Schult, Bernhard Paul vom Zirkus Roncalli, Daniel Barenboim, Hella von Sinnen, Sabine Christiansen und Katharina Witt waren hier".

Irene Schweitzers einzigartige Gallery Schrill mit dem weltgrößten Manschettenknopfangebot finden Interessierte in der Bleibtreustraße 48, 10623 Berlin. (Nähe S-Bahn-Station Savignyplatz), Telefon 030.8823366.

www.gallery-schrill.de
Beitrag von Ulrike Fieback  /  03. August 2015  /  Drucken  /  Fehler melden  /  Erschienen bei Hipburn / © hipburn.de
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